Batteriebetriebene Mascara…

…oder auch: Dinge, die die Welt nicht braucht.

Was hat eine Batterie in einer Wimperntusche zu suchen? Richtig. NIX!!! (Wer jetzt die Auflösung in Form eines Anti-Witzes gewartet hat, den muss ich leider enttäuschen. Selbst nach reiflicher Überlegung ist mir keiner eingefallen. Leider.)

Am Samstag war ich mit meiner Freundin fünf Stunden lang frühstücken (nämlich hier – ausführlicher Review dazu folgt noch, aber meine Fotos vom Café Glücklich sind gerade auf dem Kazantip-Festival in der Ukraine. Whole different story.). Anschließend ein kurzer Abstecher in die Parfümerie. Kann ja nie schaden. Im Hinterkopf die Mascara von Estée Lauder, von der bei der letzten Douglas-Bestellung so ne kleine Probier-Mich-Und-Kauf-Mich-Für-Dann-Für-Teures-Geld-Probe dabei war. Irgendwas mit Turbo (kannste immer gebrauchen). Und so blau die Verpackung. Mit bisschen Gold. Das waren die sachdienlichen Hinweise, mit der die Kauffrau für Parfümeriekommunikation um Hilfe gebeten wurde. Und da findet sie doch tatsächlich in zwei Minuten das vermeintliche Objekt meiner Begierde. Kurz bezahlt. Kurz den Dior-Lippenstift mitbezahlt. Ups. Egal.

Ortswechsel.

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Improvisationskochen: Lachs-Yufka

Sie hat sich zwei Tage freigenommen, um mit ihrer Freundin nach Zürich zu fahren. Die Stammleser unter euch werden das sicher schon bald an zwanzig neuen Instagram-Fotos erkennen können. Also bin ich allein zu Hause. Macht auch nichts, ich hatte ja eine Menge Arbeit. Jetzt ist aber Feierabend. Ich sitze mit einem Bier und der neuesten Brand Eins (tolle Zeitschrift) im Garten und genieße den Sonnenuntergang. Dann höre ich meinen Magen grummeln. Also schnell das Bier geleert und ab in die Küche zum Männer-Improvisations-Kochen.

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Reiseleitung: Marrakech, Marokko (Teil 2)

[Sie] Wir lassen uns durch die Märkte der Medina treiben. Anfangs bin ich irritiert durch die -sagen wir mal- geschäftstüchtige Art der Händler. Aber Thierry hat natürlich auch daran gedacht: der ursprüngliche Preis des Händlers durch drei = fairer Preis. Alles klar. So wirds gemacht. Und Er erhandelt und erkämpft mir so quasi nach und nach vier Flatterhosen, silberne Teekännchen, Safran und Berber-Tee mit Minze und Anis.
souks2 Mit Französisch-Kenntnissen geht das super. UND macht Spaß. Nach und nach gelangen wir zu dem großen Platz “Jamaal el Fna”, dem Dreh- und Angelpunkt der Medina. Junge Männer mit Affen (Hm. Mein Tier-Liebe-Herz hat hier nicht zum letzten Mal zu kämpfen), Schlangenbeschwörer, Orangensaftstände und Zigarettenverkäufer. Bei 40 Grad im Schatten. Time for Pfefferminztee und Couscous. Daraus wird eine sehr lange und gemütliche Mittagspause direkt auf dem großen Platz und ich genieße einfach nur das Schauspiel, das sich dort Alltag nennt.

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Link-Love: Sunday in London

Ich weiß, wir haben schon Montag. Aber ich schwelge immer noch im vergangenen Wochenende. Viele Freunde, Sommer-Sonne, Schwimmkerzen, Lichterketten, gute Musik, viel Lachen, zünftiges Essen und ein grandioses Feuerwerk als krönender Abschluss.
Und ich oute mich: ich bin gestern zum allerersten Mal in meinem Leben Boxauto gefahren. (Und ich werde das jetzt hauptberuflich machen!) Kann der Sommer noch besser werden? Ich glaube nicht.

Für alle die wie ich noch im Wochenend-Revue-Modus sind: “Sunday in London” von Neels Castillon (von dem auch schon dieses Werk hier stammte) mit der Musik von Yann Rouquet ist genau das richtige für solch einen Montag-Abend. Liebes London, dich kann man auch nicht genug besuchen. Auf bald!

Große Liebe: The Gather Journal

Von frischem Brot, cremigen Rührei, gerösteten Pilzen und traumhafter Inneneinrichtung war hier die Rede. UND von fantastischen Magazinen, von denen ein ganz spezielles mir sogar einen extra Post wert ist. Wir haben haben uns gerade angestellt um unsere Milchkaffees und hausgemachte Limonaden zu bezahlen (a.k.a. einen weiteren Chocolate-Stick, einen Cinnamon Bun und einen großen Laib vom Dark-Rye-Bread zu bestellen), da fällt mein Blick auf ein kleines, aus alten Weinkisten gebautes Regal. Neben hausgemachten Marmeladen und verschiedenen Spreads liegt es: das Gather Journal. Und ehrlich gesagt, habe ich es nur gekauft, weil mir auf Anhieb das Titelbild und das Format des Magazins sehr gut gefielen. So als Andenken quasi. Erst zuhause in Deutschland habe ich bei einer Tasse Tee überhaupt gemerkt, was für ein Schatz mir hier in die Hände gefallen ist.

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De oude bank bakerij in Stellenbosch, Südafrika

Manchmal sieht man in Comics wie die Maus durch eine Duftfahne zum Käse gelockt wird. Oder der Hund zum Schinken. Oder eben ich zu der “Oude Bank Bakerij” in Stellenbosch, Südafrika, ca. eine Autostunde von Kapstadt entfernt. Und nein, es geht nicht um Käse oder Schinken, sondern um Brot. Oder darum, wie meine Leidenschaft für “Simplicity at its best” in neue Dimensionen gehoben wurde. Der Eingang liegt etwas versteckt durch einen Bogen und man gelangt in einen kleinen Hinterhof. Zwei, drei kleine Tischchen stehen vor der Türe. Man tritt durch die Türe und steht in einer Bäckerei. Und ich meine wirklich Bäckerei.
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Links ist die große Arbeitsfläche in L-Form und dahinter steht der riesige holzbefeuerte Brotbackofen. Der Sauerteig wird von Hand geknetet und kommt wieder zum Ruhen ins Regal, Baguette wird gezwirbelt, Brotlaibe werden geformt und mit Wasser bespritzt. Säckeweise Mehl lagert dazwischen. Und was sofort auffällt: die vom Mehl eingestaubten, jungen Bäcker haben den Spaß ihres Lebens. Leidenschaft für das eigene Tun scheint wohl Einstellungskriterium Nummer 1 von Fritz Schoon, dem Inhaber und Gründer der Bäckerei, zu sein.
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Pesto. Basta.

Erbsenrisotto mit Minze. Zucchinikuchen. Grünes Gemüse-Thai-Curry. Hauptsache grün, wenn es nach meiner Mama geht. Es geht noch ein paar Tage und dann sind die Basilikum-Töpfe ums Haus bereit für die Großernte. Und dann wird es wieder grün in der Küche. Dank Mama. 

Durch sie habe ich auch das Vorurteil abgelegt, dass Dinge wie hausgemachtes Pesto aufwändig oder gar kompliziert sein könnten. Nein. Alles easy breezy. Mein Demeter-Gemüse-Kisten-Lieferant war nämlich etwas schneller als unser Basilikum im Garten und so war in der letzten Kiste ein großes Büschel von dem duftenden Kraut. Ich: Was machmer? Er: Ha, schnell ‘n Pesto, oder? Ich: Easy. Parmesan ist eh immer da. Ohne Parmesan im Kühlschrank bekomme ich Angstzustände. So nämlich. Eine Packung Pinienkerne war auch noch da und Knoblauch und Olivenöl gehört sowieso zu den Grundnahrungsmitteln. 

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Reiseleitung: Marrakech, Marokko (Teil 1)

[Er] Was für eine Stadt. Ich weiß nicht, ob es eine schnellere Möglichkeit gibt, von Deutschland aus in eine völlig andere Welt zu flüchten. Mit Ryanair sind wir aus Memmingen gestartet, steigen nach nur dreieinhalb Stunden Flugzeit aus dem Flieger und laufen ersteinmal gegen eine Wand aus trockener Hitze: Um 22 Uhr noch immer 35° Celsius. Aber mit dem leichten Wind weht uns auch gleich ein eigentümlicher Geruch entgegen. Es riecht nach Orient. (more…)

Film: Lars und die Frauen (Lars and the Real Girl)

Lars ist ein seltsamer Mensch: Der junge Mann ist soziophob, eigenartig und eigenbrötlerisch. Freunde hat er keine, von einer Beziehung ganz zu schweigen. Das scheint Lars nicht weiter zu stören, nur seine Schwester, in deren Garage er wohnt, macht sich Sorgen. Denn, so kann man doch nicht leben, und schon gar nicht glücklich sein. Also drängt sie ihn zu sozialen Kontakten. Eines Tages dann ist es soweit: Lars möchte seine neue Freundin Bianca vorstellen, die er im Internet kennengelernt hat. Die Freude der Schwester währt nur so lange, bis die beiden vor der Türe stehen, denn Sophia ist eine Sexpuppe.

Okay, bitte hört jetzt nicht auf zu lesen – ich kann das erklären!
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