Brezn-Servietten-Knödel mit Pfifferlingen

Leute. Es ist kurz nach zehn, schön längst dunkel und draußen hats gerade mal noch knapp über 10 Grad. Und damit erkläre ich die Kürbis-Suppen- und Pfifferlings-Saison für eröffnet. Auch wenn mir und meinem Liebsten noch eine Woche Sommer in Südfrankreich bevor steht, so freu ich mich doch tatsächlich schon auf einen hoffentlich goldenen Herbst. (Pfwäh. 10 Pfennig ins Phrasenschwein. Jetzt. Sofort.)
Die Apfel-Ernte inklusive Saft-Pressen in der Streuobstwiese hinterm Haus steht an und wenn Willy auf der Suche nach Katzen durch den Garten jagt, raschelt er an der ein oder anderen Stelle schon durch kleine, bunte Laubhaufen. Morgens liegt schon hier und da ein bisschen Nebel in den Wiesen-Tälern und irgendwie wirkt die Natur seit ein paar Tagen ein wenig so, als würde sie gerade verschnaufen und einen langsamen, wohlbedachten Rückzug vorbereiten. Ich liebe diese Übergangstage. Und ich liebe sie in jeder Jahreszeit. Und ich liebe es, wie sich in genau diesen Tagen auch meine Koch-Intuition ändert. Am Freitag Abend habe ich meinen ersten Kürbis der Saison gekauft. Plötzlich habe ich wieder Lust auf Soul-Food. Kartoffeln und Kürbis. Zwetschgenkuchen und Apfelmus. Oder eben selbstgemachte Brezn-Servietten-Knödel mit Pfifferlingen. Rezept kommt nach dem Klick.04 (more…)

Aus der Handtasche geplaudert.

Ein Whats-in-my-bag-Post würde bei mir verheerende Ausmaße annehmen. Dreierlei Kaugummi. Pfandmarken längst verstrichener Feiereien. Hopla, Geld? Yay. Flyer vom Programm-Kino. Hunde-Leckerlies. Ein überdimensionaler Geldbeutel mit viel zu viel Belegen. Mein Moleskine-Kalender a.k.a. mein Leben a.k.a. meine Identität. Strafzettel. U-Bahn-Tickets. Das einzige, was dem Blogger-Codex gerecht werden würde, wäre die Kosmetik-Ausbeute, bei der ich ein unverbesserliches High-End-Opfer bin. So. Das alles braucht einiges an Stauraum. (Die Möglichkeit “Aussortieren und Ausräumen” kann aus Gründen keine Option sein. You get it, right?) Aus diesem Grund bieten fast all meine Handtaschen größentechnisch das, was andere an Stauraum für ein verlängertes Wochenende mit unsicherer Witterungs-Vorhersage benötigen. Und alle sind sie was besonderes. Lang gehegte Wünsche wie die Bow-Bag von Miu Miu aus hellgrauem Wildleder oder Erbstücke aus Mamas Jugend, die der Schuster schon in und auswendig kennt.
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Sunday Shorts 01

Von Berufs wegen sehe ich viele animierte und reale Kurzfilme. Immer wieder sind da echte Perlen darunter, und diese werde ich euch in Zukunft im Rahmen der Sunday Shorts vorstellen.

Wir fangen an mit einem Vogel mit Flugangst: Fear of Flying von Conor Finnegan. Faszinierend an diesem Ding ist die verwendete Technik: Es sieht aus wie Stop Motion, also zusammengesetzten Fotografien, ist aber in Wirklichkeit Live Action Animation, das heißt als Film aufgezeichnet und mit digitaler Animation ergänzt. Das Ergbnis ist originell und sehr sympathisch.

Nach dem Klick gibts dazu ein kleines Making Of, danach gehts weiter mit handgezeichneten Urlaubsimpressionen und einer düsteren Zukunftsvision in 3D.

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Tune Tuesday 01

Willkommen zum ersten hoffentlich zahlreicher Tune Tuesdays, der neuen monatlichen Musikvorstellungsrunde im Salon. Da sich diese Woche die Sonne doch nochmal für ein paar Sommertage hervor wagt, gibts für die letzten paar Wald und Wiesen Hangouts des Jahres hier den passenden Soundtrack. Rare Grooves, Soul, Funk, ein bisschen Hip Hop. Nicht zu stressig, eher zum wackeln als zum Tanzen, fürs gepflegte Faulsein. Gute Unterhaltung nach dem Klick!

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Gratis: ‘Sir Benfro’ für iOS

Im Bereich des Casual Gamings, also dem kurzen Spielchen zwischendurch, hat sich in letzter Zeit einiges getan. Nach Jahren bonbonfarbener Minigames erscheinen jetzt immer mehr liebevoll gestaltete Spiele mit origineller Idee, die einen für einige Minuten während der Bahnfahrt oder, ähem, auf dem Klo in eine schöne kleine Welt entführen können.

Ein Vertreter dieser neuen Generation ist nur heute umsonst zu haben. In Sir Benfro’s Brilliant Ballon steuert ihr den Protagonisten an einem Ballon hängend durch eine fantastische Welt mit Bäumen, fliegenden Fischen und kleinen Monstern mit großen Augen.

Wenn euch das Prinzip gefällt, lohnt es sich, das noch bekanntere Badland anzutesten.

Ein Stück vom Glück

Steffi sagt: “Alle in und um Ravensburg sollen glücklich sein.” Und ich mag Steffi. Und ich mag glücklich sein. Ein Stück vom Glück – hausgemacht lautet ihr Motto in ihrem Café Glücklich in der Grünen Turm-Straße in Ravensburg.
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Steffi trägt schöne Schürzen. Und hat meiner Meinung nach die Gesamtheit von glücklichem Genuss auf eine wunderbare Weise umgesetzt. Die komplette Einrichtung stammt von verschiedenen Messen und Flohmärkten und ist in Zusammenarbeit mit Wolfgang Strasser entstanden. Ein bisschen shabby, ein paar Farben, etwas retro gepaart mit Stilsicherheit. Und fast alles, was du siehst, kannst du auch kaufen. Die Schale? Die Vase? Die Mama findet doch glatt ihren Lieblingssalzstreuer wieder, der vor einiger Zeit zu Bruch ging. Café Glücklich eben.

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IMPRO-Kochen (oder die Ode an den Wochenmarkt)

Wir haben ein Demeter-Gemüsekisten-Abo, das uns jeden Donnerstag eine frische Obst- und Gemüseauswahl direkt vor die Haustüre liefert. Regional und saisonal. Unterstützenswert und praktisch. Fühlt sich immer so an, als hätt mir jemand eine Wundertüte vor die Haustüre gestellt. (Dass dieser Surprise (sprecht mir nach: sür-pries) eine Abbuchung von meinem Konto folgt, kann ich gekonnt ignorieren.) Und trotzdem geht nichts über einen Einkauf auf dem Wochenmarkt. Ich mag es, wenn mir der Pilz-Mann erklärt, wo er seine Pfifferlinge findet und der Bio-Mann verschwörerisch seine ersten neuen Kartoffeln aus der Geheimkiste zückt (da musste danach fragen – die gibts nicht für jedermann). Oder wenn die Fisch-Frau alle Forellen schon verkauft hat und ich mal wieder zu spät dran bin. Dann noch ein paar eingelegte Weinblätter für den Liebsten und zwei Artischocken-Herzen für mich, einmal ausflippen am Käsestand und fertig ist das Glück. Yes baby – my kind of shopping-haul.
Wieder zuhause beginnt in der Regel das Impro-Theater. Erster Akt und erste Szene: Treffpunkt Kühlschrank. Käse durchprobieren. (Sehr zur Freude unseres chronisch verhungernden Labradors, a.k.a. Bube a.k.a. Sir William a.k.a. Willy, der von der Käserinde profitiert. Bitte ersetzen Sie in Ihrem Wortschatz ab jetzt “Dackelblick” durch “Labrador-Hypnose”. Vielen Dank.) Danach wird dann gekocht. So wie diese Woche.

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happyplace: m&m in Kempten

Meine Quintessenz der letzten kulinarischen Streifzüge: die Korrelation zwischen Atmosphäre, Niveau und Stil eines Restaurants oder Cafés beträgt genau 1 mit der “Stilvolligkeit” des jeweiligen Betreibers. (Ja, man mag es nicht vermuten, aber ich arbeite tatsächlich in der Finanzbranche. Jetzt ist es raus.) Die Oude Bank Bakkerij in Stellenbosch ist hierfür das beste Beispiel. Oder eben eben das m&m in Kempten im schönen Allgäu.
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Es riecht nach gutem Kaffee, die Geräuschkulisse besteht aus dem Klopfen des Siebträgers der wunderbaren Kaffeemaschine, hier und da einem Lachen und Musik. Frau Mehner, die Chefin des Hauses, scheint einen Großteil der Gäste persönlich zu kennen. Ich bestelle eine Brezel belegt mit hauchdünn geschnittener Fenchelsalami aus Italien. Beste Brezel der Welt. Musst du probieren. Es gibt viele leckere Kleinigkeiten: verschiedene regionale Käse (Leute – wir sind im Allgäu. Ich spreche also von KÄSE!), die bereits erwähnte Salami aus Italien, Schinken und feine Bruschetta. IMG_6101 (more…)

Convos With My 2 Year Old

Bin ich hier eigentlich für tolle Sachen zuständig, die sich total bizarr anhören, wenn man sie zu erklären versucht? Meinetwegen. Hier also ein Vater, der Konversationen mit seiner zweijährigen Tochter nachspielt — mit einem erwachsenen Mann in der Rolle der Tochter. Ich will auch so was. Also, nicht den Schauspieler, natürlich.

Alle Videos der Reihe gibts hier.

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