Salon Sie & Er

FOOD & PIXELS, THOUGHTS & ART

Review Archiv

Montag

19.

Mai 2014

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Food, Review, Thoughts

Von Generationen und selbstgemachtem Gold.

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Eigentlich war dieser Artikel schon geschrieben: ein Loblied auf unser selbstgemachtes Walnussöl. Es fehlten nur noch ein paar kleine Details, die ich später noch recherchieren und ergänzen wollte. Beispielsweise das Alters unserer beiden Walnussbäume, der ja schließlich nicht gerade unerheblich an der Ölproduktion beteiligt ist. Und schwups war alles bis dahin bereits Geschriebene gelöscht. Absichtlich. Die tolle Nusspresse, der Geruch in der Ölmühle oder die lustige Arbeit am Sortierband erscheinen obsolet in Anbetracht der Tatsache, dass diese wunderbaren Bäume -jedes Jahr dickvoll mit kleinen, karamellfarbenen Walnüssen- schon über 70 Jahre zählen. Überdauert haben diese einen Hofbrand, einen kompletten Umbau des Hofes, den Orkan Lothar im Jahr 1999 sowie zahllose Gewitter und Stürme. Solche Bäume haben meinen tiefsten Respekt. (mehr …)

Mittwoch

23.

April 2014

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Food, Review

Gastbeitrag: Sebastian Wenzel feat. Salon Sie & Er

Für uns hat er schon seine heiligen Topfdeckel für diesen Beitrag gelüftet. Und weils sooo lecker war, haben wir Sebastian – seines Zeichens Küchengott in der Kostbar – gebeten ein bisschen was von seiner Küche salonfähig (muuuhaha!) zu machen. ER hats gefilmt, Basti hats gekocht, SIE war mit vor Freude hüpfen beschäftigt. Messer gewetzt, Beat ins Ohr und ab dafür. Danke Basti. (Rezept gibts nach dem Sprung)

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Dienstag

25.

März 2014

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Review, Travels

Places to see before you die: Therme Vals

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Manche Tage sind nun mal so. Und manche Tage sind so Montage. Und manche Tage sind so Montage wie gestern, an denen es plötzlich schneit. Im März. Obwohl ich Sommerschlappen und eine Flatterbluse trage. „Surpriiiiise“ so die Frau Holle, und grinst dabei ganz bestimmt evil vor sich hin. Soll sie doch. Ich träum mich so lange nach Vals zurück. Pfah! 

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Freitag

21.

Februar 2014

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Food, Review

Disco Fusion Kitchen (Kostbar Bad Saulgau)

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Ein Riesen-Pott hausgemachter Fleischbrühe simmert leise vor sich hin, die Entenbrust zieht gerade in Maracuja-Rotweinsud und der rohe Lachs wird mit frischen Kräuterbüscheln zum beizen vorbereitet. Der Elektro aus dem uralten Radio ergibt zusammen mit dem Zischen des Grills und klappern der Messer einen eigenen Beat. Und die Discokugel glitzert. You’re at home, baby. (mehr …)

Dienstag

22.

Oktober 2013

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Review, Travels

Dolce far niente – Casa Sull’Albero

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Nur dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt bis zu ersten Pizza, und bereits die ist spektakulär. Schon mal was vom Splügen-Pass gehört? You better be prepared: von Oktober bis Ende April sind Schneeketten und gute Winterreifen Pflicht, Allrad schadet auch nicht. Als Beifahrer hab ICH wunderbare Aussichten auf Bergweiden oberhalb der Baumgrenze, Wasserfälle und Wildpferde. Als Fahrer hat ER alle Hände voll zu tun. Einspurige, unbegrenzte Mini-Straßen und mitten im nirgendwo die Grenze zwischen Schweiz und Italien. (mehr …)

Freitag

11.

Oktober 2013

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Pixels, Review

Gravity.

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[SIE] Oft war es in der Vergangenheit so, dass mir die ersten paar Minuten in einem 3D-Film etwas schlecht wurde. Das Hirn hats quasi erst mal nicht gecheckt. Nach 15-20 Minuten gings dann meistens und ich konnte mich nach und nach in die Film-Welt gleiten lassen. Inmitten der leuchtenden, puscheligen Samen des Baum des Lebens in Avatar zu sitzen oder mutierte Minions bei Despicable Me 2 entgegen geschmissen zu bekommen, empfand ich als ausgesprochen unterhaltsam. Und dann kam Gravity.
Und vielleicht wurde für diesen Film 3D eigentlich erfunden.

Es ist nicht die Story, um die es geht. (Die Zusammenfassung lautet: es geht schief, was schief gehen kann und das ist blöd, denn wir sind im All. Fertig.) Es ist dieses verdammte Gefühl, das mich von der ersten Minute an nicht mehr los lässt. Und durch dieses verdammte 3D bin ich einfach mitten drin. Es beklemmt mich, so verdammt viel Raum ohne Halt und Sauerstoff zu haben.

[ER] Jepp. Für mich wird dieser Grad an Immersion wird nur noch getoppt von einer völlig neuen Ästhetik, die ich so noch nie gesehen habe. Ein Film, der über die komplette Laufzeit in der Schwerelosigkeit spielt, steht gleichzeitig vor der Schwierigkeit und der einmaligen Chance, Fragen zu beantworten, die sich andere Filme noch nie zu stellen brauchten. Das beginnt schon mit der einfachen Frage, wo oben und unten ist. Wie bewegt sich eine (virtuelle) Kamera im offenen Raum mit mehreren möglichen Fixpunkten (Erde, Raumstation, Astronaut)? Was hört der Zuschauer in einer Umgebung, die eigentlich völlig lautlos ist, weil es im Vakuum nichts gibt, das Schall transportieren könnte?

Man sieht, man spürt in jeder Einstellung, dass hier Regisseur Alfonso Cuarón endlich den Film gemacht hat, der schon immer in ihm steckte. Seine Biographie beginnt mit dem Satz „Cuarón wollte schon immer Filmemacher werden, und Astronaut“. Herzlichen Glückwunsch, Alfonso: Du bist jetzt beides.

Donnerstag

10.

Oktober 2013

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Pixels, Review

Donnerstag ist Kinotag 02

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Hier steht ab morgen irgendwann unser Review zu diesem Film, der seit zwei Wochen nicht mehr aus meinem Facebook-Feed verschwinden will: Gravity. Den schauen wir uns nämlich heute abend an. Wer vorher Spoiler postet, wird aus der Stadt gejagt!

PS: Der Facebook-Konsens lautet übrigens „Trailer ignorieren, Film schauen, im besten Saal des besten Kinos der Stadt, in 3D, jetzt!“.

Kurzes Update: Wow. Großes, großes Kino.

Freitag

4.

Oktober 2013

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Review, Thoughts, Travels

Fazit. Frankreich. Fai.

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Kennt ihr das Wort „fai“? Wie in „Das war fai voll gut“ oder „ich mag dich fai“. Oder früher in Form der schlimmsten Drohung überhaupt: „Das sag i fai.“ Beschde. (In die Überschrift passts eigentlich nur dank der Alliteration. Ach. Egal.) Denn eigentlich gehts um Frankreich und unsere Woche an der Côte d’Azur.
Und hier sind meine Fazite. Oder Fazits. Beides doof.

  1. So romantisch das auch klingt in einem Haus im Weinberg zu wohnen – never forget, dass die Trauben auch irgendwann geerntet und verarbeitet werden müssen. Morgens um fünf. Im September. Neben unserem Schlafzimmer.
  2. Kein Restaurant ist so gut, dass es die frische Dorade toppen könnte, die man morgens vom Fischer auf dem Wochenmarkt erstanden hat.
  3. Nichts geht über ein Tag am Meer. Mit Buch. Und Eis.
  4. St. Tropez ist sehr süß, leidet aber unter zu viel Geld.
  5. Jeden Tag Frühstücksei essen rockt.
  6. Plage de Cabasson und Plage de Brégançon. Do it. Vor allem mit Kite bei Wind.
  7. Marseiller Bouillabaisse ist überbewertet.
  8. Macarons. MACARONS!
  9. Ich will zurück.

Danke an die Reisegruppe.

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Donnerstag

12.

September 2013

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Review, Thoughts

Donnerstag ist Kino-Tag 01

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Wir haben keinen Fernseher. Jetzt ist es raus. Den letzten Umzug im Mai vor einem Jahr hat das alte, riesige Röhren-Teil nicht mehr mitgemacht. Und es geht mir außerordentlich gut damit. Gut, ab und zu vermisse ich sonntagnachmittägliche, passive Berieselungsreportagen, vor allem wenn am Vorabend das Kaltgetränk-Chakra etwas zu positiv gestimmt war. Aber alles nicht so schlimm. Dieses Internet macht heutzutage ja alles möglich. Und ich konsumiere nach wie vor viele Filme und Serien. Vor allem Serien. (Gute Tipps, anyone? Jederzeit her damit!!!) Wie bereits hier und hier geschehen, möchten wir von nun an regelmäßig Filme am Kino-Donnerstag vorstellen. Mal aktuell, mal alte Schmankerl. Aber eben alles, was gut ist. Los gehts mit Emmas Glück.
Gefunden habe ich dieses Prachtstück auf der Suche nach Jürgen Vogels (beschde!) früheren Werken. Emmas Glück ist Max‘ Bauchspeichelkrebs-Diagnose. Emmas Glück sind ihre Schweine, die sie auf ihrem abgeschiedenen Bauernhof züchtet und schlachtet. Und Emmas Glück ist, dass der Dorfpolizist Henner in sie verliebt ist. Ein Heimat-Kino der ganz besonderen Art. Komisch, ehrlich, einfühlsam und doch derb, liebevoll und irgendwo dazwischen der Tod. Wem das reicht, klickt bitte nicht auf weiter sondern holt sich den Film ins Heimkino. Für alle anderen geht’s hier weiter: (mehr …)

Freitag

23.

August 2013

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Food, Review

Ein Stück vom Glück

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Steffi sagt: „Alle in und um Ravensburg sollen glücklich sein.“ Und ich mag Steffi. Und ich mag glücklich sein. Ein Stück vom Glück – hausgemacht lautet ihr Motto in ihrem Café Glücklich in der Grünen Turm-Straße in Ravensburg.
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Steffi trägt schöne Schürzen. Und hat meiner Meinung nach die Gesamtheit von glücklichem Genuss auf eine wunderbare Weise umgesetzt. Die komplette Einrichtung stammt von verschiedenen Messen und Flohmärkten und ist in Zusammenarbeit mit Wolfgang Strasser entstanden. Ein bisschen shabby, ein paar Farben, etwas retro gepaart mit Stilsicherheit. Und fast alles, was du siehst, kannst du auch kaufen. Die Schale? Die Vase? Die Mama findet doch glatt ihren Lieblingssalzstreuer wieder, der vor einiger Zeit zu Bruch ging. Café Glücklich eben.

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