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Strawberry fields forever

Schon seit Wochen stands auf meinem To-Do-because-I-wanna-Plan und am Sonntag wars endlich so weit. Gerade zurück aus dem orientalischen Chaos Marrakechs ab aufs idyllische oberschwäbische Erdbeerfeld. Kulturschock, die 285. an diesem Wochenende. Nice. Und durch die schönen Sonnentage letzte Woche hätte ich wohl auch kaum einen besseren Tag zum pflücken finden können – jede Reihe ist dickvoll mit großen, durch und durch tiefroten und süßen Erdbeeren. Über dem Feld schwebt sogar ein richtiger Erdbeerduft. Ach, ich liebe es, wenn man im Sommer so aus den Vollen schöpfen kann und eimerweise Beeren, Zucchini, Tomaten, Basilikum und Salat ernten kann. Alles, was selber gezogen und/oder selbst geerntet wurde, schmeckt einfach noch besser und jede Mahlzeit wird schon fast ehrfürchtig eingenommen. Ich liebe diese Wertschätzung für Zutaten und vor allem im Sommer wird sie einem jeden Tags aufs Neue bewusst. Abends gibts dann gleich frisches, selbstgemachtes Erdbeereis (grazie, Mama!) und die frische, dampfende Erdbeer-Vanille-Marmelade wird mit einem leisen Juchzen in die Weckgläser gefüllt – schon mal ein bisschen vom Sommer konservieren für den Winter (wenn sie überhaupt so lange hält…). Ach, unsere Wohnung riiiiiiecht. Nach Sommer und Sonne und Erdbeeren. Und die Schwalben kreischen. Glück. (more…)

Schmetterling und Taucherglocke

Eine Film-Empfehlung zu schreiben ist ganz schön schwer. Wie schaffe ich es mit wenigen Worten Lust auf einen Film zu machen und dabei nichts über den selbigen zu verraten? Doofness. Und trotzdem will ich es hier versuchen, denn auf unserem Hinflug nach Marrakech haben wir zwei uns mit dem iPad (wohlwissend, dass das On-Board-Entertainment von Ryanair bis auf lustige Fanafaren quasi nicht vorhanden ist) in unsere Sitze ohne Beinfreiheit vergraben und wurden von einem Meisterwerk voller Emotion, unsentimentaler Komik und wunderbaren Bildern empfangen. Der Film wurde mir von meiner kleinsten Schwester empfohlen und ja, ich gebe zu, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Was leichtes, unkompliziertes vielleicht. Für alle, die darauf stehen, einen Film ohne jegliche Vorinfo anzuschauen, empfehle ich jetzt mit dem Lesen aufzuhören und einfach den Film zu schauen. (more…)

The Talks

Was haben Anthony Hopkins, Sofia Coppola, Nick Hornby und Mike Tyson gemeinsam?
Die Spitzfindigen werden jetzt denken: “Person des Öffentlichen Lebens?”Jaaaaa okay. Und sonst noch? I tell you! Sie wurden alle von Johannes Bonke und Sven Schumann interviewt. “Kenn isch net” mag der ein oder andere jetzt vielleicht denken. Und shame on me: genau so gings mir auch. Bis ich das Online-Magazin “The Talks” entdeckte. Das Prinzip ist simple: ein Interview pro Woche, gelauncht am Mittwoch. Aber wie so oft merkt man, dass ‘simple’ nicht gleich ‘einfach’ oder gar ‘langweilig’ bedeutet. So wie bei der japanischen Küche beispielsweise.
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Miso-Suppe. At its damn best!

Sie steht auf asiatische Küche. Er auch. Läuft. Und mit asiatischer Küche meine ich nicht unbedingt die in Glutamat ertränkte, mit Ananas-Stückchen misshandelte Ente süß-sauer beim China-Restaurant Asia-Paradies ums Eck. Wobei ich hier meine Hände ganz sicher nicht in Unschuld waschen darf – manchmal muss es einfach Fast-Eurasier sein a.k.a 2, 10, 15 a.k.a Sansien-Suppe, Frühlingsrolle und Wan-Tans als Vorspeise. Und das Familienglück für alle. ABER mit asiatischer Küche meine ich etwas anderes.
Ich stehe zum Beispiel unheimlich auf Japan. Der Gedanke, dass Gewürze und Öle nur sparsam verwendet werden sollen, um den Eigengeschmack der frischen Zutaten möglichst optimal hervorzubringen, ist mir sehr sympathisch. Durch die japanische Küche, allem voran durch Sushi, habe ich gemerkt, dass die Gleichung “Frisch + Hochwertig (ich möchte gerne “höchstwertig” schreiben, klingt aber doof) + Einfach = Köstlicher Luxus” absolut stimmt. Passend hierzu kann ich jedem Sushi-Fan den Film “Jiro Dreams of Sushi” empfehlen. Pure awesomeness. Hier ein kleiner Teaser:

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Midsommar

IKEA kündigt es schon seit Wochen an und wer früher Lisa, Lasse, Bosse, Britta, Inga und Co. so wie ich um ihre Kindheit in Bullerbü beneidet hat (‘Ein Ring Fleischwurst von der Besten’), der denkt wahrscheinlich auch bei dem Stichwort “Midsommar” an Blumenkränze, Erdbeeren mit Schlagsahne, Krebs-Essen und große Lagerfeuer. Und langsam habe ich das Gefühl, dass wir inzwischen nicht nur skandinavische Designer mit offenen Armen (und in meinem Fall auch weit aufgerissenen Augen gepaart mit der allseits bekannten Schnappatmung) empfangen, sondern auch ganz gerne die ein oder andere Tradition übernehmen. Mich freuts. In jeglicher Hinsicht. Und so machten wir uns am vergangenen Samstag mit Hund und Kegel auf in Richtung Bregenz, Österreich um mit Freunden auf dem Pfänder die Sommersonnenwende zu feiern.
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Luftiges fürs Auge

Ich liebe den Sommer. Ich liebe heiße Temperaturen. Ich liebe Bettwäsche, die in der Sonne getrocknet ist. Ich liebe das Kreischen der Schwalben. Ich liebe Tapas mit eiskaltem Radler. Und ich liebe Sommerabende, wenn sich die Natur von der Hitze erholt, ein laues Lüftchen durch die Birken vor unserer Terrasse schweift und der Frosch im Teich anfängt zu quaken. Dann bin ich glücklich.
In solchen Momenten fühle ich mich leicht und würde gerne mit den Schwalben losziehen. So wie im Vogel-Ballett von Nils Castillon. Enjoy!

Basilikum-Granatapfel-Limonade

Das Folgende ‘Rezept’ zu nennen, wäre schon etwas vermessen. ‘Mischmaschanleitung’ ist sicherlich passender.

Mischmaschzutaten:
eine unbehandelte Bio-Zitrone
ungesüßter Granatapfel-Saft
gekühltes Mineralwasser
ein großer Bund frischer Basilikum

Einfach die Zitrone in Scheiben schneiden und zusammen mit einem großzügigen Schuss Granatapfel-Saft in eine Karaffe oder einen Krug geben. Die Basilikum-Blätter vom Stengel zupfen und ganz grob zerreißen und im Glaskrug zusammen mit der Zitrone und dem Saft aufgießen und ein paar Mal umrühren.
Wer mag kann auch noch Eiswürfel dazu geben und bei Bedarf das Ganze mit etwas Zucker, Stevia oder ähnlichem süßen.

Den Granatapfel-Saft kaufe ich in der Regel im Naturkostladen, denn hier bekomme ich wirklich ungesüßten Muttersaft. Schräges Wort, ich weiß. Durch den Basilikum bekommt das Ganze dann ein schön herbes Aroma, was sich mit der Zitrone und dem Granatapfel wirklich hervorragend verträgt. Schmeckt auch mit einem Schuß Weißwein oder Prosecco sehr lecker und lässt sich so auch super als Aperitif servieren.

http://www.flickr.com/photos/hydroxy/2599306798/ http://www.flickr.com/photos/hydroxy/

Coming soon: Marrakech

Mittags fragt er mich: “Wie lange kannst du eigentlich maximal nur mit Handgepäck reisen?”
Meine schlaue Antwort: “Das kommt ganz auf die Destination an.” Clever, nech?
Daraufhin er so: “Warm. Sehr sehr warm.”
In dem Fall: Los. Buchen. Egal wohin, Hauptsache warm. Handgepäck geht auch irgendwie. Hauptsache warm.
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