Salon Sie & Er

FOOD & PIXELS, THOUGHTS & ART

Mittwoch

23.

April 2014

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Food, Review

Gastbeitrag: Sebastian Wenzel feat. Salon Sie & Er

Für uns hat er schon seine heiligen Topfdeckel für diesen Beitrag gelüftet. Und weils sooo lecker war, haben wir Sebastian – seines Zeichens Küchengott in der Kostbar – gebeten ein bisschen was von seiner Küche salonfähig (muuuhaha!) zu machen. ER hats gefilmt, Basti hats gekocht, SIE war mit vor Freude hüpfen beschäftigt. Messer gewetzt, Beat ins Ohr und ab dafür. Danke Basti. (Rezept gibts nach dem Sprung)

Rezept „Rinderfilet mit  cremigen Tagliatelle“ von Sebastian Wenzel

Vorweg möchte ich erst einmal erklären, dass es mir recht schwer fällt ein Rezept über ein von mir sehr geliebtes Gericht zu schreiben. Rezepte haben in meinen Augen etwas von mathematischen Formeln. Da geht es um Ja oder Nein, so oder so!

Doch Kochen ist mehr als der genau vordefinierte Weg eines Garungsprozesses. Schließlich bewundern wir hier Lebensmittel, die wie der Name schon hergibt einmal gelebt haben. (Anmerkung von Sie: LOVE IT!!! TrueTrue!) Und jedes Leben ist anders. Jede Lebensart ist anders, sprich verschieden. Kein Stück Rinderfilet gleicht dem anderen. Sie sind verschieden dick und lang. Aus diesem Grunde gibt es statt einem Rezept eher eine Kochanleitung oder besser noch: eine Inspirationshilfe. Und los. 

Das vorgesehen Stück Fleisch mit der oberen Seite in frisch gehackte Kräuter drücken. Als Kräuter kann man alles nach Geschmack verwenden, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch , Salbei, Minze….  Mit der der „bekräuterten“ Seite zuerst scharf anbraten, nach ca. 2 min die andere Seite. danach wandert das gute Stück in den Ofen. Je nach Größe und Vorliebe sind 6 bis 10 Minuten bei 180Grad  eine klasse Zeit. Wenn man die Temperatur weiter unten hält -klar!- verlängert sich die Garzeit. Wer´s chillig mag, probiert es einmal bei nur 100Grad. so bekommt man ein wunderbar roséfarbiges Stückchen Fleisch auf den Teller. Auch hier heißt es „Übung macht den Meister“

In der Zwischenzeit die Tagliatelle in kochendem, gesalzenen Wasser bissfest garen.

Nebenan in einer schönen Pfanne mit etwas höherem Rand einen großzügigen Schluck Sahne mit etwas Weißwein, einem Thymianzweig, Salz & Pfeffer reduzieren. Die schön bissige Pasta wandert dann direkt aus dem Wasser über ein Sieb in dieses cremige Sahnesößchen. 

Mittlerweile haben wir ja auch schon Frühling und die ersten Sonnenstrahlen erwärmen unsere heimischen Äcker und lassen den Spargel wachsen. Um saisonal up2date zu bleiben würde ich jetzt einmal den Spargel mit ins Spiel bringen. Ganz klassisch die Stangen unterhalb der Knospe schälen. Doch passend zu dem Gericht wird er nicht all seinen tollen Geschmack und den Knack im lauen Wasser verlieren. Neinnein. Wenn das rohe Steak gewendet wurde, den rohen Spargel einfach mit in der Pfanne angebraten.  Ein Schuss Olivenöl dazu und beides gart im Rohr weiter.

Die Tagliatelle „pimpen“ wir kurz vor dem Servieren noch mit einem guten Löffel Bärlauchpesto und wichtig: das Fleisch etwas ruhen lassen, wenn es aus dem Ofen kommt.

Viel Spaß und einen guten Appetit…

 

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