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Dienstag

25.

März 2014

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ABGELEGT IN
Review, Travels

Places to see before you die: Therme Vals

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Manche Tage sind nun mal so. Und manche Tage sind so Montage. Und manche Tage sind so Montage wie gestern, an denen es plötzlich schneit. Im März. Obwohl ich Sommerschlappen und eine Flatterbluse trage. „Surpriiiiise“ so die Frau Holle, und grinst dabei ganz bestimmt evil vor sich hin. Soll sie doch. Ich träum mich so lange nach Vals zurück. Pfah! 

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Bisher kannte ich Vals nur vom Wasser. Mein bester Freund meinte mal, es schmecke als würde man einen Gebirgsfels abschlotzen und seitdem habe ich es nicht mehr geschafft dieser Assoziation mit etwas Flexibilität im Hirn zu begegnen. Gebirgsfels-Flavour it is. Macht aber nix. Aber nun von vorne. Wir kommen also im zur Therme zugehörigen Hotel an. Während das eigene Auto vom Hotel-Chauffeur geparkt wird (was bei mir ein völlig unsouveränes Kichern inklusive Ellenbogenhieb in des Liebsten Brustkorb hervor ruft), checken wir ein. Hach. Graubündner Schwizerdütsch so weit das Ohr reicht. Schön. Unser Zimmer ist eines der von Peter Zumthor gestalteten Provisorien mit Blick auf die Berge, ausgestattet mit einer cleanen Lässigkeit und Design-Klassikern. Ethno-Teppich trifft Mies van der Rohes Barcelona-Chair. Arne Jacobsens Stehlampe beleuchtet die schweren Vorhänge aus orangener Thaiseide. Und wer -so wie ich- auf diese crispe, steife und weiße Hotel-Bettwäsche steht, kann jetzt eine neue Kerbe gaaaanz oben in der Messlatte einritzen. 

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Schnell eine der hausgemachten Pralinen auf der Zunge zerschmelzen lassen, den Bademantel (it’s so fluffy – you’re gonna die!) überwerfen, Handy und Hirn ausschalten und los in das eigentliche Werk Zumthors: die Therme. Ich könnte jetzt die verschiedenen Bäder, die in Fels versteckten Themenbecken oder die Entstehung berichten. Aber das ist nicht das, worum es eigentlich geht. Es geht um die Kraft, die Ruhe und die Energie, die von dem grauen, geraden Stein ausgeht. Von Stunde zu Stunde sieht alles anders aus, je nach Licht und Wetter. Sorgen und Ängste scheinen im Drehkreuz am Eingang hängen geblieben zu sein und behütete Schwerelosigkeit umhüllt mich. Einzig und allein der Hunger schafft es uns am Abend davon zu überzeugen, dass morgen ja auch noch ein Tag ist. 

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Ein kleiner Tipp: Vals ist in der Schweiz. Und die Schweiz ist so schon ein teures Pflaster und der Preis für eine Übernachtung inkl. Halbpension im Hotel Therme wirklich saftig. (Aber hey, es war ER’s 30. Geburtstag. Once in a lifetime und so. You know.) Die Therme ist aber nicht nur für Hotelgäste geöffnet sondern kann auch ganz normal zu einem Preis von 40 CHF pro Tag besucht werden. Die Tickets gibts hier. Wer also beispielsweise im benachbarten Flims oder Laax gerne zum Snowboarden geht, kann auch einfach mal einen besonderen Nachmittag in Vals zur Entspannung dranhängen und anschließend ein Käsefondue im Larnags genießen. Life’s good, baby. 

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1 Kommentar

  1. Chris

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