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FOOD & PIXELS, THOUGHTS & ART

Dienstag

22.

Oktober 2013

3

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Review, Travels

Dolce far niente – Casa Sull’Albero

Nur dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt bis zu ersten Pizza, und bereits die ist spektakulär. Schon mal was vom Splügen-Pass gehört? You better be prepared: von Oktober bis Ende April sind Schneeketten und gute Winterreifen Pflicht, Allrad schadet auch nicht. Als Beifahrer hab ICH wunderbare Aussichten auf Bergweiden oberhalb der Baumgrenze, Wasserfälle und Wildpferde. Als Fahrer hat ER alle Hände voll zu tun. Einspurige, unbegrenzte Mini-Straßen und mitten im nirgendwo die Grenze zwischen Schweiz und Italien. Processed with VSCOcam with t1 presetAls ich wieder aufwache, sind wir schon am Comer See. Kurzer Stop in Lecco. Mission Pizzeria mit der hässlichsten Plastik-Tischdecke – ein klares Indiz für die beste Pizza. Hauchdünn. Knusprig. Lecker. Für 6,50€. Ein großes Geschabe-Eis als Nachtisch. Viva Italia!Processed with VSCOcam with t1 presetWegfahren nur für eine Nacht. Erinnerungen zum Geburtstag schenken. Die guten Orte dieser Welt gemeinsam suchen. (Romantik-Brechreiz ausgelöst? Sorry…) Unser Ziel: das Casa sull’Albero in Malgrate. In zweiter Reihe liegt das neue Design-Hotel am Ufer des Comer Sees. Glas, Holz und Stein trifft minimalistisches Design trifft wunderbaren alten Baumbestand trifft unverbaubare Aussicht auf den See und die Berge. Jackpot. Processed with VSCOcam with t1 presetProcessed with VSCOcam with t1 presetZweiter Jackpot: von den insgesamt 12 Zimmern haben wir das schönste im ersten Obergeschoss ganz vorne bekommen. Der Ausblick ist fantastisch. Und zwar vom Bett aus. Jackpot Nummer 3 also. Wir schaffen es noch auf einen Spaziergang an den See, aber die meditative Ruhe zieht uns schnell wieder zurück in unser Baumhaus. Das Casa verfügt leider über keine eigene Küche und kooperiert deshalb mit einem benachbarten Restaurant (Name hab ich vergessen. Ups.) Mein Tipp lautet: lieber in eine kleine Pizzeria nach Lecco rüber fahren, denn das Restaurant und seine Speisekarte klingen zwar fancy, aber bestechen leider durch hohe Preise und Sterilität. Besser eine Pizza oder Pasta in der Fußgängerzone von Lecco bestellen und schnell wieder zurück. Das Casa verfügt nämlich über eine sog. „Honesty Kitchen“, die mit Weinen der Region, Säften und Snacks aller Art ausgestattet ist. Wir nehmen uns also ganz honest eine Flasche Wein und zwei Gläser und genießen das Glitzern über dem See stilecht vom Bett aus.

Das Frühstück am nächsten Morgen ist für italienische Verhältnisse sehr umfangreich. Verschiedene Salami und Käse, Marmelade und Honig, Früchte und Joghurt. Normalerweise wird es in der Honesty Kitchen serviert, aber wir genießens im Bett. Beschde.Processed with VSCOcam with t1 preset Wir hängen noch ein bisschen in der Spätsommer-Sonne am Pool und im Garten. Vielleicht ist es die Kombination aus Wasser, Grün und Minimalismus, aber ich habe es noch nie geschafft binnen so kurzer Zeit zu einer solchen Ruhe zu finden. Ein guter, guter Ort. Soviel steht fest. Processed with VSCOcam with t1 preset

Processed with VSCOcam with t1 presetEinen Spaziergang in Bellagio und ein Eis in Como später sind wir dann langsam auf dem Heimweg und es fühlt sich an, als wäre eine Woche vergangen. Eine Woche lang nur wir zwei. Beschde.

Die Honesty Kitchen:
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