Es wird Herbst, Herrschaften. Wetter ist zum einen ziemlich unvermeidlich, und zum Anderen ein ganz arg plattes Thema. Darum ohne viel Gelaber hier der zweite Tune Tuesday, mit Herbstmusik. Die Playlist gibt es dieses mal erst am Ende, weil ich nämlich zu allen elf Songs von Rotgrau was zu sagen habe. Los.

S.O.H.N. — Red Lines

S.O.H.N. ist das Alter Ego eines Musikers, der für seine Songs schon immer sein Innerstes nach außen gekehrt hat. Er hatte schon mit einem anderen Projekt einigen Erfolg, hat dieses aber 2012 hinter sich gelassen, um nach einigen Experimenten mit S.O.H.N. einen beeindruckenden Überraschungserfolg hinzulegen. Wenn ihr ihn mal live erleben könnt, tut es! Dates gibts unter sohnmusic.com.

A Tiny Wave — The Way I Feel

Hm. Okay, jetzt wirds persönlich. Bei A Tiny Wave sitze ich nämlich selbst hinter den bunten Knöpfchen, während Sie’s Schwester ihre wunderbare Stimme beisteuert. Eigene und neu interpretierte Musikstücke mit Gesang und Elektronik. Wenn es euch gefällt, bleibt ihr mit einem Klick auf Gefällt Mir! auf dem Laufenden. Weitere Songs werden folgen!

The Sexinvaders — Silent Heart

Eigentlich machen unsere beiden Berliner Freunde ja Techno. Die seltenen Ausnahmen klingen so schön.

The Notwist — Lichter 1

Ich finde, The Notwist sind die einzige deutsche Band, deren deutscher Akzent beim englisch singen sympathisch klingt. Hier aber ein instrumentales Stück aus dem Soundtrack zum ebenfalls deutschen Film ‘Lichter’.

Dreamend – Magnesium Light

Shoegazing erhielt seinen Namen vom eigentümlichen Verhalten der Musiker dieser Stilrichtung, die beim übereinanderstapeln ihrer Soundsphären den Blick selten von den am Boden aufgereihten Effektgeräten abwenden. Nach einer ganz kurzen Hochphase Anfang der Neunziger verschwand dieses Genre schnell in der Versenkung und schrubbt seitdem dort unten höchst selbstzufrieden vor sich hin. Dreamend aus Chicago machen Shoegazing mit Banjo und Glockenspiel. Weil sie es können.

alt-J – Tessellate (SARM Acoustic Version)

alt-J sind für mich die Entdeckung 2013. Mir doch egal, wie es genau heißt, was sie machen, aber ihr Debutalbum An Awesome Wave ist groß, groß, großartig und hat nur höchst eventuell etwas mit unserem Bandnamen zu tun. Damit es noch besser in diesen Rahmen passt, hier die Single Tessellate in einer Akustikversion.

Moby – A Case for Shame (Thom alt-J Remix)

Der Drummer von alt-J ist auch der Elektroniker der Truppe und produziert wunderschön dreckig-traurige Songs und Remixes, wie zum Beispiel den hier für Moby – den (also Moby) man sich übrigens auch mal wieder vor Ohren führen sollte; hat sich verändert, der Bub.

Kyteman Orchestra – The Mushroom Cloud

Wenn ein 26-jähriger Hip Hop Typ ein vollständiges Orchester anführt und damit die Grenzen zwischen Klassik, Spoken Word, Hip Hop und allgemeiner Weirdness sprengt, dann ist das schon was besonderes.

Nostalgia 77 – Sleepwalker (Ambassadeurs Remix)

Schöne Musik. Man muss ja auch nicht zu allem was zu sagen haben, oder?

Ultraísta – You’re Out (Prefuse 73 Remix)

Diese Truppe hier hab ich zusammen mit alt-J entdeckt. Ein Mädel, zwei Jungs, Gesang, Bass, Drums, Elektronik – und einfach schon wieder ein eigenständiger Sound, den es so vor zehn Jahren noch nicht hätte geben können.

Bonobo – First Fires

Von Moby abgesehen, müsste Bonobo der bekannteste Name in dieser Runde sein. Darum sag ich da jetzt auch gar nicht viel dazu, außer: schöner Abschluss. Schönen Herbst euch!